Das Einzige, was du auslöst, ist Elend.
Willst alles für nichts,
willst deinen Platz in der Geschichte,
und wir können nur drum beten, dass du ihn nie bekommst.
Vollständiger Name:
Diessser Dämon hat viele Namen – und nissht nur einen. Er hat ebenssso viele Namen wie er Gessisshter hat.
Nach der Hierarsshie, die Paulus sich anmassste zu ersshtellen nannte man ihn Assshteroth und war der ersshte Thronerbe Luzifersh. Laut einem menssshlissshem Papsssst war er Grosssfürssht der Hölle. Nach Johan Weyerssh Erklärung war er Ssssshatzmeissshter. Fausssht bessshrieb ihn als Herrssssher der wesssstlisshen Hemisshphäre.

Allesssh nur Lügen, Ssshtunk und Missst.
Diessser Dämon issst nissht mal ein Mann – sssondern ein weiblissshess Wesssen. Einess mit vielen Namen… aber nur einer isst der Risshtige.
Ratet mal, welsssher esss isssht: Asssherat? Atargatisss? Asssthoret?

Allesssh Falsssh. Unwissssender!

Der Dämon ist unter wirklich vielen Namen bekannt. So zum Beispiel unter Asteroth, Atargatis, Astarotte oder Aschtarat. Allerdings ist der richtige Name dieses Dämonen nur selten vertreten und tritt auch nur in einer Sage auf: Astarte.




Genannt:
Sssie issst meine Herrin… meine Mutter, mein Leben… Ssso heissst sssie und ssso musssst du sssie nennen.

Nein. Natürlich muss man sie nicht Mama oder Herrin nennen, so ein Driss. Sie heißt nun mal Astarte und wird auch so genannt – zumindest von denen, die sie kennen.




Alter:
Assstarte issst alt. Ssssehr alt um genau zu ssein.
Sssie war mit eine der erssssten die Luzifer vor ssso vielen Jahren erssshaffen hatte. Ob sssie gesssehen hat, wie die Ssssterne entssstanden weisss isssh nicht, aber gewisss sssah sssie sssshon viele Dinge, die anderen Dämonen bis heute verborgen geblieben sssind.
Aber esss isst ssseltsssam. Sssie issst ssso alt und sssieht trotzdem noch ssso jung ausss. Eine junge Frau in der Blühte ihresss Lebensss.

Das diese Schlange auch nie auf den Punkt kommt. Gut. Dafür entschuldige ich mich schon mal. Aber was sie sagen wollte ist, das man die Dämonin in ihrer menschlichen Gestalt auf Mitte Zwanzig schätzen könnte. Vielleicht ein wenig jünger, oder auch ein bisschen älter – das kommt darauf an, wie man sie kennen lernt.




Rasse/Zugehörigkeit:
Die Dämonin issst eine Dämon, jawohl. Ssseit vielen Jahrtausssenden ssshon, die sssie treu unter Luziferssss Fitisssshen dient.

Ahja. Schon klar. Aber irgendwo… stimmt´s schon. Astarte ist ein Dämon, ein Ranghoher der weder Schatzmeister, noch Großfürst ist, sondern als Königin der Geister der Toten verschrien ist. Warum? – Weil Sie die jenige ist, der 40 Legionen höllischen Heeres unterstehen. Man nannte sie auch Die Göttin des Krieges.
Sie dient einzig und allein Luzifer, dem sie vor langer Zeit engste Loyalität geschworen hatte.






Aussehen:
Ssssie hat zwei Gesssissshter, wie ich ssshon sssagte. Dasss eine ssshöner wie dasss andere. Kaum zu Bessshreiben issst sssie. Diessse Unterssshiede, die sssie in sssich beherbergt sssind gewaltig – geradezu atemberaubend extrem. Tag und Nacht in einem, die zwei Ssseiten der Medaille verkörpert sssie. Assstarte issst wunderbar. Ihr müssssst sssie ssselbsssst sssehen.

Mhm, Typisch diese Schlange. Kann man sich unter dieser Angabe etwas vorstellen? – Nicht viel, oder? Okay. Ich helfe mal ein wenig nach.
Das dieser Dämon zwei Seiten hat stimmt soweit. Was für welche, ist eine gute Frage – es ist zwar einfach zusehen, aber ganz schwer zu verstehen. Zumal es diese… Schlange nicht besser weiß, helfe ich mal ein wenig.
Astarte sieht aus wie eine junge Frau, die man vielleicht auf Mitte Zwanzig schätzen würde, aber nicht älter. Eigentlich macht sie einen sehr netten, unschuldigen Eindruck, wenn sie einem eines ihrer legendären, engelhaften Lächeln schenkt. Dazu passend ist dieses wunderschöne blonde Haar, das richtig lang ist. Sie trägt es sehr gerne offen – was wiederum ihre markanten Wangenknochen hervorhebt und dieser Frau den etwas härteren, strafferen Touch verleiht, von dem sie nun einmal genug in sich hat.
Astarte ist eine Frau – wie man deutlich an ihren gut proportionierten Rundungen erkennen kann, ebenso an ihrem leichtfüßigen, schreitenden Gang, den man nur einer Königin nachsagt. Sinnliche Lippen, weiche und helle Haut. Ihre Augen sind Blau – aber nicht dieses Stahlblau, dieses helle. Nein. Es ist Mitternachtsblau, Dunkel, sodass Lichter die sich ihnen spiegeln, wie Sterne erscheinen.
Sie hat zarte Hände, feingliedrige Finger, stramme Schenkel und einen schlanken Körper, der mit 173 Zentimetern nicht zu Groß oder zu Klein ist. Im Grunde also irgendwie Perfekt. Und an diesen scheinbar perfekten Körper kommt auch nur zu ihm passende Kleidung. Sie trägt gerne enge Lederhosen und hohe Stiefel. Dabei ist es völlig egal ob in schwarz, braun oder getigert. Sie trägt immer etwas Figurbetontes; sollte es mal nicht so sein kann man sich sicher sein, dass es nicht die Astarte ist, sondern eine die gerne sie wäre.
Im Übrigen könnte man sie auch an ihrer Stimme erkennen, die immer beherrscht und völlig ruhig ist, gleichgültig; wie ein Fels in der Brandung. Sie hat einen leicht dunklen Melodischen Klang der nicht zu verwechseln ist.
Hab ich etwas vergessen? – Mhmmm… *denk* Nein ich denk… ah! Doch ja. Eine Tätowierung an ihrem Rücken. Gut… Nicht nur am Rücken. Der riesige Drache auf ihrer Haut, zieht sich Angefangen von der Schwanzspitze zwischen den Pobacken geschlängelt den Rücken hinauf, die Schwingen weit ausgebreitet, der Hals des Untieres über ihre Schulter hinab, bis der große brüllende Kopf an ihrer linken Brust zu knabbern scheint.
Ja. Hübsch nicht? Find ich auch.
Allerdings wäre mir beinahe etwas entgangen. Etwas, das vielleicht sehr wichtig sein könnte, solltet Ihr mal mit ‚Ihm’ zu tun bekommen. Es gibt nämlich nicht nur Astarte; sondern auch Atargatis, oder Astaroth genannt. Und dieses Wesen ist ein Mann. Er lebt nicht wirklich in dem Frauenkörper – keine Angst, aber er teilt ihn sich mit der Dämonin. Wie das geht? – ganz einfach:
Wenn Astarte den Körper nutzt, ist er eindeutig weiblich und Atargatis befindet sich im Leib der Schlange die schwarz ist. (Jaa… Er ist dieses seltsame Ding) Natürlich kann diese Schlange nicht wirklich reden, sondern nur zischen. Oder sie tut es nur, wenn es ihr beliebt (Sieht, oder liest man ja). Ein eigenwilliges Tier.
Aber es ist auch nicht so, das Astaroth niemals zum Vorschein kommt – dafür aber eher seltener. Und das kommt auch nur dann vor, wenn man Astarte so weit gereizt hat, das sie sich nicht mehr zurückhalten kann – eben zur Weißglut getrieben wurde. In diesem Augenblick verzieht sich der Geist von Ihr in den Körper der Schlange die nun weiß ist und der von ihm, in den anderen Körper – der dann männlich ist, aber nicht ganz so perfekt. Durch die bleiche Haut schimmern die Schuppen des Schlangentieres silbern durch, hellbraune Zeichnungen ziehen sich über den Körper des Mannes – er dürfte etwa… 1.98 Meter hoch gewachsen sein. Seine Haare sind dunkel, beinahe schwarz. Auch die Augen sind dunkel.
Ja… Ich denke das reicht von ihm. Seit lieber froh, wenn ihr nicht mehr von ihm seht.





Charakter & Stärken / Schwächen:
Sssssiiiie ist gewisss Sssshizoophreeen! *ditsch*

Jetzt ist aber gut! Sie ist nicht Schizophren, dummes Vieh. Lediglich ein wenig Zwiegespalten… aber wie kann man bei so einer Schlange um die Schultern auch normal bleiben? – Das geht gar nicht.
Also. Eigentlich ist Astarte eine Frau mit der man reden kann, sie auch zu einigem überreden, da man auf ihre Verschwiegenheit zählen und mit ihr Pferde stehlen kann, wenn es darum geht. Also auch eigentlich nur die, die sie kennen, und Duzen dürfen. Denen ist sie gegenüber recht offen, ihren Stolz und ihre sadistische Art kennt jeder. Loyal ist sie allerdings nur gegenüber Luzifer, ihrem Herrn. Egal was es ist, egal was er sagt, sie würde es tun – zumindest solange es sich mit ihren eigenen Vorhaben deckt. Eine falsche Schlange eben: Nach Vorne weg die brave, untergebene Dienerin, nach Hinten raus siehts aber schon wieder ganz anders aus, sodass sie aus Dingen gerne ihren eigenen Vorteil in den Vordergrund zieht. Auch wenn das ein gefährliches Spiel ist.
Sie ist eine Frau und sich eindeutig ihres Äußeren bewusst – eben eine Waffe dieser Frau, die nicht nur mit Waffen umgehen kann, sondern auch andere Tricks kennt und nicht zögert sie einzusetzen. Ganz besonders weil diese Frau Langeweile hasst. Sie mag die Geschwindigkeit; was bedeutet dass man sie mit Ruhe und Geduld zum Wahnsinn treiben kann. Ergo: Sie hat keine Geduld, wenn etwas Wichtiges ansteht.
Macht sie Euch ein Versprechen, wird sie es 100 %-ig einhalten; komme was wolle. Immerhin ist sie eine Frau die ihren Stolz hat.
Sicher, sicher. Eigentlich kann sie einen recht harmlosen Eindruck machen, aber das stimmt so nicht ganz. Diese Frau ist lediglich beherrscht in allem was sie tut. Ob sie nun Jemanden das Ohr anknabbert oder einfach abbeißt – das kommt und geht wie eine Laune. Sie kann nicht nur zärtlich sein, sondern auch ebenso grausam. Sie ist außerdem nicht nur Intelligent, sondern auch redegewandt. Unbeirrt geht sie ihren Weg, geht dabei sogar über Leichen ohne sich davon abbringen zu lassen.
Ein wenig anders verhält es sich da mit Astaroth: als Schlange ein wenig daneben und verpeilt, ist er als Mensch verschwiegen und redet nicht um den heißen Brei herum, sondern tut wie ihm gehießen ohne zu zögern. Er ist einfach nur von Grund auf Bösartig, strahlt keinen Funken Freundlichkeit oder Hoffnung aus, dass es sich ändern könnte. In seinen Augen steht deutlich geschrieben, dass das Ende nahe ist. Ganz nahe… Eigentlich viel zu Nahe, wenn du ihm bereits in die Augen sehen kannst. Er lässt auch nicht mit sich reden, sondern bleibt bei seiner Meinung dies tun zu müssen. Übrigens ist er gut im Befehle geben… auch wenn er ein wenig… Zurückgeblieben redet… Und anders wie Astarte, trägt er die Schlange nicht immer um seine Schultern herum.

Dieses zwiegespaltene Dasein macht den Dämon unberechenbar. Man weiß nie, wann Astarte der Geduldsfaden reißen könnte und Astaroth auftaucht, der um einiges Anders drauf ist wie das Weib. Allerdings ist dieser Umstand auch belastend für Sie, da Astaroth der Teil in ihr ist, der das Wilde, das Skrupellose, und berechenbare aber auch Leidenschaftliche stellt. So kommt es auch vor, dass sie einfach überrannt wird von dessen Lust Blut zu lecken. Und das bedeutet dann, dass ein Stück ihrer Geschichte fehlt. Denn Astarte kann sich an nichts erinnern. Die dann aufkommende Erschöpfung ist für sie unerklärlich.
Auch ist Astaroth daran schuld, das die Dämonin Emphatin ist. Sie spürt die Gefühle anderer Leute deutlich, wenn sie sich nicht innerlich davor ‚schützt’. Das ist nicht immer ein Vorteil, denn wenn sie von schlechten Gefühlen umgeben ist, leidet sie darunter und hat öfter auch rasende Kopfschmerzen von diesen Gefühlen. Zudem ist es oft schwer, zu unterscheiden, ob die Gefühle nun zu ihr oder einem anderen Wesen gehören. Allerdings hat sie in den Jahren endlich gelernt, sich zumindest teilweise vor fremden Gefühlen zu schützen – ein Grund, warum sie manchmal durchaus auch zum Gefühlstrampel werden kann, weil sie sich eben nicht auf ihr Gespür verlässt.






Vorlieben/Abneigungen:
Bevor sich das Schlangenvieh wieder einmischt, mach ich es kurz:
- Lärm, Geschrei, Heulerei
- Heuchler, Prahler
- Narren, Unwissende, Feiglinge
- Sonnenschein, Harmonie
- Schwäche, Gefühlsduselei
- Schlangen, Echsen
+ Blut lecken, Qualen, um Gnade angewinselt zu werden
+ Freiheit, Geiwssheit, Ehrenhaftigkeit
+ Strenge, Direktheit
+ Naivität, Kindlichkeit, Unschuld
+ Ihre Suzuki GSX1300R ‚Hayabusa’, Gummibärchen, weiche Betten

Ja, das war wohl das Gröbste und Wichtigste… Das reicht.





Besondere Fähigkeiten:
Mhm, das erzählt Euch wohl doch lieber die Schlange… sie weiß es besser. Hoffentlich.
Hey! Aufwachen, Mistvieh!


Ssssssei Ssshtill!
Sssshlafen mussss ich, du unwissendes Ding! – Wasss? Ich darf…? Uiii.
Asssstarte beherrsssht die Winde, kann sssie erssshaffen, sssie in einem mindestmasss gegen Euch einsssetzen, auf ihnen Reiten und dank ihnen Fliegen. Ich aber… ich beherrsssshe den Ssshatten, kenne ihn wie mein Ssshuppenkleid In- und Aussswendig. Ich bin auch viel Sshtärker wie sssie, die Legionen die ihr untersshtehen sssind ebenssso die meinen, ziehen mit mir in die Ssshlachten und kennen meine Ssshtärke, meine Grausssamkeit, mein Töten… aber dasss… dasss hat auch Nachteile.
Ssshlechte Nachteile, dumme, unnützliche Nachteile… Wir können nicht mit einander reden, unssss unterhalten oder abssshprechen… Sssie ist mir unterlegen wenn ich rausss will, meine Wut, meinen Zorn rausssslasssen und Blut ssshmecken will… es hat Erssshöpfung zur Folge, und eine Ruhezeit in der wir unssssere Fähigkeiten nicht einsssetzen können. Glücklicherweisssse, weisss dasss bisssher noch keiner…




Lebenslauf:
Mhmm, die Schlange schläft… dann kann ich ja wieder…
Fangen wir am Anfang an.

Es war einmal vor langer Zeit. Vor ganz langer Zeit um genau zu sein.
- Was? So beginnt jedes Märchen? Quatsch nicht! Das wird kein Märchen, das wird eine wahre Geschichte, also hör zu!
Gut. Noch mal von Vorne.

Es war einmal vor langer Zeit, der Herr der Unterwelt - auch Luzifer genannt - schien Langeweile gehabt zu haben, als er ein Wesen erschuf, dessen Grausamkeit sich mit der seinen messen konnte; dessen Hinterlistigkeit nur auf eine Schlange zurückzuführen war: Astaroth.
Astaroth war ein Dämon, wie kein Anderer. Es war von vorne herein klar, dass er einst Legionen von Dämonen befehligen und die Schlacht führen sollte. Es war also keine Langeweile, die Luzifer zu dieser Tat getrieben hatte, sondern viel mehr taktische Überlegung. Denn alleine würde er niemals das bekommen was er wollte; er brauchte Hilfe an seiner Seite, Unterstützung: Diener, dessen Herr er sein sollte.
Kein Wunder also, das Astaroth in der Kriegsführung ebenso gelehrt wurde wie der Umgang mit seinem Element; das Eindeutig die Herrschaft über die Schatten war, wie sich herausstellte bei einem Ausbruch von Aggression.
Schon lange, bereits seit seiner Erschaffung war klar gewesen, dass er nicht dazu dienen sollte um Konversationen zu halten, sondern um Schlachten zu gewinnen. Diese Aggressionen sollten ihm dabei helfen. Dank ihnen wurde er unter den Menschen bekannt, gab es böse Schauermärchen von ihm und gaben ihm Namen. Namen wie Atargatis, Aschtar oder Aschtarat. Sie hatten ihn als einen schändlichen Engel beschrieben, mit fauligem, giftigem Atem. Pah. Und sie hofften, glaubten und beteten doch tatsächlich, dass so ein Heiliger – Bartholomäus nannten sie ihn - sie vor ihm bewahren konnte! Törichtes Volk.
Er wanderte oft auf dem Boden der Menschen, verlies seine Heimat, sein Zuhause; die Hölle. Er liebte es, wenn der Mensch die Erkenntnis gewann ein Monster vor sich stehen zu haben, ihm in die Augen zu sehen. Oh, wie süß waren diese verstummten Schreie, die gerne hörte er sie, und leckte ihnen die Tränen von den Wangen, die sich voll gesogen hatten mit der reinsten Angst… und der Gewissheit nicht mehr heil davon zu kommen.
Geschehnisse die immer wieder vorkamen. Eigentlich nichts schlimmes, wäre er nicht auch auf Artgenossen losgegangen, dieser schweigsame Mann, dessen Kräfte sich über viele Jahre hinweg gesammelt hatten, trainiert und ausgebildet wurden. Er wurde unkontrollierbar; hatte nur noch den Schmerz anderer im Sinn, das Blut deren in seinem Gaumen, wollte mehr davon. Egal von wem. Er schien nur glücklich zu sein, wenn er ohne irgendwelche Kompromisse töten konnte. Egal wen.

Luzifer konnte so Jemanden nicht gebrauchen; einen Dämon den man anleinen musste.
Und trotzdem tat er es. Nur die Wenigsten wissen davon; lediglich Luzifer selbst und sein engster Kreis. Sie waren dabei gewesen, als ein Dämon an die Leine gelegt worden war, eingesperrt wurde.
Wo? Ratet.

Tage, Wochen oder Monate später trat dann Astarte auf das Feld. Eine Dämonin mit der Stärke des Windes. Eine schwarze Schlange wandte sich um ihren Hals, ihren Arm hinab, ganz so, als wolle sie flüchten… doch sie konnte nicht. Astarte, die blonde Gestalt hielt sie fest am Ende ihres Leibes und zog sie zu sich. Zurück auf ihre Schulter, den Kopf des Tieres in ihrer Rechten haltend, blickte sie in die schwarzen Augen, in denen Wut loderte, Zorn brannte und Wildheit flackerte. Lediglich ein süffisantes Lächeln schenkte sie der schwarzen Schlange, ein Küsschen zwischen deren Augen folgte und die Worte, die Astaroth niemals vergessen würde:

„Du bist nur eine kleine Kreatur, eine widerliche Schlange, zu nichts mehr zu gebrauchen. Bleib hier, oder ich zertrete dich wie eine lästige Made…“



Seit jeher waren die Schlange und Astarte eins gewesen, sie sind es noch heute.
Astarte, die Dämonin die den Wind beherrschte und auf ihm ritt, zog mitsamt der Schlange in die Schlachten, die einst hätte Astaroth für sie kämpfen sollen, nun aber nur Zuschauer war… nur noch? – So stimmt das nicht. Er war es, der Astarte immer wieder mit seiner Wildheit, seiner Leidenschaft und seiner Aggression übermannte, ihren Körper übernahm und erneut Blut leckte… Und er liebte es noch immer.
Es war jedes Mal ein Gewaltakt gewesen, den Dämon wieder zurück zutreiben. Doch es klappte, die drei Male, die in den jahrtausenden vorgekommen waren und Luzifer zu Ohren kamen. Doch er sagte nichts gegen die blonde Dämonin, die nicht ahnte, was die Schlange die in ihrer Obhut war, beherbergte.
Beinahe wie eine Geheimwaffe gehütet und beschützt von einem Wesen, das stark war und weiterhin stärker wurde, denn im Gegensatz zu Astaroth war Astarte Intelligent und wusste was sie tun musste. Lediglich die Augenblicke, die Zeiten in denen Astaroth die Herrschaft über den Körper hatte, fehlten in ihrer Erinnerung.
Trotz dessen; oder gerade deswegen wurden der Dämonin 40 Legionen unterstellt, die sie fort an und bis heute befehligte.

Jahre, Jahrzehnte, Jahrtausende lebte sie nun schon loyal unter Luzifers Fittischen ohne zu versäumen jedes Mal für sich etwas heraus zuschlagen.

Es gab eine Zeit, da konnte sie nur lachen, diese Hexe. Ja, so hatten sie sie damals geschimpft, als sie auf Erden spazieren gegangen war – nein, sogar ein paar Monate dort lebte. Die hatten Astarte als eine Hexe verschrien, eine Gespielin Luzifers… und sie wussten gar nicht wie nah sie an der der Wahrheit dran waren.
Und was wollten sie tun? – Sie verbrennen. Allerdings hatten sie weder die Hexe – die sich der Winde bemächtig hatte – verbrannt, noch die Frau, die sie zu sein schien. Sie weiß noch, wie erstaunt diese Menschlinge ausgesehen hatten… Die Augäpfel wären ihnen beinahe aus den Höhlen gefallen, ehe sie sich regelrecht niederwarfen und einerseits um Gnade flehten, andererseits um erbarmen beten und die hoch anpreisten. Eine Dämonin! Man stelle sich vor…
Über das Dorf fegte ein heftiger Sturm hinweg und riss alles nieder.

Weitere Jahre ging es so und sie hatte ihren Spaß.
Das Tier, das Wilde in ihr wollte raus, jedes Mal konnte sie es tief in sich spüren.
Ob es das noch ein Mal schaffen würde stand seit jeher in den Sternen.

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